Das Girokonto ist eines der Finanzprodukte, für die es keine ausführliche Erklärung gibt und die in Deutschland als selbstverständlich angesehen werden. Bei vielen anderen Finanzprodukten muss man sich erst ausführlich informieren, um sicher zu stellen, dass man keine Fehler bei der Nutzung macht.
Das einzige, was bei einem Girokonto für Komplikationen sorgen könnte ist der Dispositionskredit. Den hat nicht jeder, aber alle die ihn haben sollten ein paar Dinge beachten. Sicherlich gibt es viele Kontoinhaber, die ein Girokonto mit Dispokredit führen, diesen aber so gut wie nie nutzen. Dann wiederum gibt es Girokontoinhaber, die immer wieder ins minus rutschen und dann sehr dankbar für den Dispokredit sind. Solange man im Rahmen des Kredits bleibt ist es nicht von Bedeutung, wenn man hin und wieder in die roten Zahlen kommt, wenn man aber soweit in die roten Zahlen gerät, dass man den Rahmen des Dispokredits weit hinter sich lässt, kann es schon mal vorkommen, dass die ein oder andere Bank das konto sperrt und man es erst dann merkt, wenn man an einem Geldautomaten Geld abheben möchte. Wer sich dann darüber aufregt, dass das Konto ohne Vorwarnung gesperrt wurde, der sollte sich seine Kontoauszüge genauer anschauen, denn das Überziehen des Dispokreditrahmens muss die Bank nicht ohne jegliche Reaktion hinnehmen.
Kontosperre im Urlaub
Besonders brenzlig wird es, wenn man sich gerade im Auslandsurlaub befindet und plötzlich feststellt, dass das Girokonto gesperrt ist. Um einem solchen Horrorszenario vorzubeugen lohnt es sich Geld von einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto vor Antritt der Reise auf das Girokonto zu überweisen, um es wieder ins plus zu bringen. Wer weder Tagesgeldkonto noch Sparbuch besitzt sollte sich mit dem Berater der Bank zusammensetzen und besprechen ob es möglich ist, dass während des Urlaubs keine Sperrung des Kontos vorgenommen wird.
Generell ist es aber immer besser genau über seine Finanzen Bescheid zu wissen, um kein böses Erwachen zu erleben.
