Wenig Veränderungen bei den Dispozinsen: die deutschen Bankkunden müssen für das Überziehen ihres Kontos noch immer tief in die Tasche greifen. Grund hierfür sind die noch immer hohen Zinsen, die viele Banken und Finanzinstitute bei Inanspruchnahme des Dispos erheben.
Nachdem ein großer Verbraucherportal für die Zinspolitik der deutschen Banken kritische Worte fand, habe viele Kreditinstitute ihre Dispozinsen ein wenig gesenkt. In viele Fällen sind die Dispozinsen jedoch lediglich um ein Prozent gesunken.
Vielfach nur leichte Zinssenkung
Die deutliche Mehrheit der deutschen Bankkunden kommt es noch immer teuer zu stehen, wenn sie mehr Geld abheben, als ihnen zum jeweiligen Zeitpunkt auf ihrem Girokonto zur Verfügung steht. Im Durchschnitt kostet den deutschen Verbraucher das Überziehen seines Bankkontos elf Prozent Zinsen. Einige Kreditinstitute verlangen sogar Dispozinsen von bis zu 13 Prozent.
Zinsbindung an Referenzwert
Manche Kreditinstitute haben im vergangenen Jahr ihre Dispozinsen sogar noch erhöht und können hierfür sogar nicht einmal belangt werden. Denn laut einem neuen Gesetz müssen Banken in Deutschland seit Juni vergangenen Jahres ihre Dispozinsen an einen Referenzwert binden. Die neue Regelung wurde von den Kreditanstalten des Landes bisher nur teilweise umgesetzt. Einige Banken haben ihren Dispozins entsprechend der Vorschrift an einen Referenzwert gekoppelt und richten die Zinshöhe nach diesem aus.
Empfehlenswert ist es für Bankkunden in jedem Fall, die Zinssätze verschiedener Banken zu vergleiche und gegebenenfalls zu wechseln.
